Hochwasserpass: was der Gebäude-Check bringt
Gefahrenkarten sagen, wie viel Wasser kommen kann. Wo es ins Haus findet, sieht man nur vor Ort. Genau das macht der Hochwasserpass: Ein geschulter Sachkundiger begeht das Gebäude und bewertet Hochwasser, Starkregen, Kanalrückstau und Grundhochwasser.
Stand: 7. November 2026
Was drinsteht
Der Hochwasser-Pass wurde vom HochwasserKompetenzCentrum (HKC) entwickelt. Er weist aus, wie stark ein Haus durch Hochwasser, Starkregen, Kanalrückstau und Grundhochwasser gefährdet ist und wie gut es dagegen gesichert oder angepasst ist. Dazu bekommst du Maßnahmen für die Eigenvorsorge, abgestimmt auf dein Haus. Ausgestellt wird er von Sachkundigen, die das HKC gemeinsam mit der DWA schult.
Wofür er nützt
- Prioritäten: Welche Maßnahme bringt bei deinem Haus am meisten? Oft sind es günstige Dinge wie Aufkantungen und eine Rückstausicherung.
- Förderung: Mehrere Städte setzen eine solche Beratung vor einem Zuschuss voraus und fördern sie selbst. Förder-Finder
- Versicherung und Verkauf: Das HKC weist darauf hin, dass der Pass bei Verkauf, Vermietung und Versicherung hilft, weil die Risiken dokumentiert sind.
So kommst du dran
- Kostenlos vorab: den Quick-Check auf der Hochwasser-Pass-Seite machen und den Gefahren-Check von Karl.
- Einen Sachkundigen in der Nähe über den Sachkundigenfinder suchen.
- Vor dem Auftrag bei der Gemeinde nach einer Förderung fragen.
- Pläne, Fotos von Keller und Außenanlagen und frühere Schäden bereitlegen.
In Sachsen heißt das Angebot Hochwasservorsorgeausweis und wird bis Ende November 2026 von der Sächsischen Aufbaubank gefördert.
Häufige Fragen
Was kostet ein Hochwasserpass?
Das legt der Sachkundige fest, ein bundesweit einheitlicher Preis existiert nicht. Mehrere Städte fördern die Beratung: Walldorf etwa bis 500 Euro, Eschborn bis 1.000 Euro; in Sachsen bezahlt die SAB 80 Prozent eines Hochwasservorsorgeausweises, bis 1.200 Euro, Anträge bis 30.11.2026.
Gibt es eine kostenlose Ersteinschätzung?
Ja. Der Quick-Check auf der Hochwasser-Pass-Webseite gibt eine erste Einschätzung, der Hochwasser-Check des GDV ebenfalls. Beide ersetzen keine Begehung, zeigen aber, ob sich ein ausführlicher Pass lohnt.
Quellen
- HochwasserKompetenzCentrum (HKC): Hochwasser-Pass
- Hochwasser-Pass: Sachkundigenfinder
- Umweltbundesamt, Tatenbank: Hochwasserpass
- Sächsische Aufbaubank: Förderung von Maßnahmen zur privaten Hochwassereigenvorsorge
Alle Angaben ohne Gewähr und keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Entwässerungssatzung deiner Gemeinde, die Bedingungen deiner Versicherung, die Förderrichtlinie des Trägers und die Einbauanleitung des Herstellers. Rückstausicherungen und Hebeanlagen gehören in die Hand eines Fachbetriebs.